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Digitale Technologien sind aus dem Alltag junger Menschen in Luxemburg nicht mehr wegzudenken. Sie prägen, wie sie lernen, kommunizieren, Freundschaften pflegen undihre Freizeit gestalten. Mehr als 95 % der 12- bis 29-Jährigen besitzen ein Smartphone, rund 80 % verbringen täglich mindestens zwei Stunden in sozialen Medien, und zwischen 50 % und 70 % der befragten Jugendlichen geben an, ihr Handy mehrmals pro Stunde zu überprüfen. Die Herausforderung besteht jedoch nicht darin, junge Menschen zu weniger Bildschirmzeit aufzufordern, sondern ihnen zu helfen, ihre digitalen Gewohnheiten zu verstehen, zu erkennen, wann bestimmte Verhaltensweisen schädlich werden, und realistische Strategien zu entwickeln, um Technologie auf gesündere und bewusstere Weise zu nutzen.
Vor dem Hintergrund dieses Bedarfs und der weltweit zunehmenden Diskussion über die Auswirkungen exzessiver Bildschirmzeit und sozialer Medien auf die psychische Gesundheit junger Menschen wurde in Luxemburg der neue Podcast brb mode entwickelt – von Jugendlichen und für Jugendliche. Der Videopodcast beschäftigt sich mit Themen wie übermäßiger Bildschirmnutzung, sozialen Medien, Gaming und anderen potenziell problematischen digitalen Verhaltensweisen. Im Mittelpunkt stehen offene, leicht verständliche und vorurteilsfreie Gespräche, die zum Nachdenken anregen. Anstatt jungen Menschen einfach zu empfehlen, offline zu gehen, vermittelt brb mode ein besseres Verständnis dafür, wie digitale Gewohnheiten entstehen, wann sie beginnen, das Wohlbefinden, Beziehungen oder den Alltag zu beeinträchtigen, und wie ein gesünderes Gleichgewicht zwischen Online- und Offline-Leben gelingen kann.
Die Serie richtet sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 bis 26 Jahren, bietet aber auch nützliche Anleitungen für Eltern, Familien, Lehrkräfte, Jugendarbeiter und Fachkräfte im Bereich der psychischen Gesundheit. Jede Folge vereint die Perspektiven junger Mitwirkender, von Content-Erstellern, die mit der zeitgenössischen digitalen Kultur vertraut sind, sowie von qualifizierten Fachkräften für psychische Gesundheit. Junge Menschen sind aktiv an der Gestaltung der Themen, der Sprache und des Formats von brb mode beteiligt und tragen so dazu bei, dass die Diskussionen ihre Erfahrungen widerspiegeln.
Die Projektförderung ermöglicht die Produktion der ersten Staffel von „brb mode“ mit insgesamt zwölf Folgen. Darüber hinaus unterstützt sie die Entwicklung begleitender Inhalte für soziale Medien sowie ergänzender Materialien für Jugendliche, Familien und pädagogische Fachkräfte. Durch den niedrigschwelligen Zugang zu verlässlichen Informationen und fachlicher Expertise möchte das Projekt die digitale Gesundheitskompetenz junger Menschen stärken, einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien fördern und dabei helfen, Warnsignale für problematische Entwicklungen – bei sich selbst oder im eigenen Umfeld – frühzeitig zu erkennen. Langfristig soll brb mode einen vertrauenswürdigen Raum schaffen, in dem über digitale Abhängigkeit und psychisches Wohlbefinden offen gesprochen werden kann. So trägt das Projekt dazu bei, Vorurteile abzubauen und eine unterstützende Gemeinschaft für einen gesunden Umgang mit digitalen Technologien zu fördern.
Folgen von brb mode gibt es hier
Ein Interview mit dem Gründer von brb mode finden Sie hier